Dienstag, 13. Mai 2008

Böse Sprüche (6)

Wer sich an kleinen Dingen freut,
kann mir die großen überlassen.

Charles Bukowski
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Montag, 12. Mai 2008

Weltrevolution - Der Film

"Weltrevolution" heißt die Dokumentation von Filmemacher Klaus Hundsbichler, der die Geschichte von Stefan Weber und seine Kultband Drahdiwaberl von ihren Anfängen bis zur Gegenwart beleuchtet hat.

Heute war ich mit meinem Sohn im Kino und wir haben uns den Film angesehen.

Weber

Mein Fazit:
„Ein Grunzerl aus dem Graberl – Drahdiwaberl!“
Weltrevolution ist ein gelungener Film über eine außergewöhnliche Band, die ganz sicher nicht jeden Geschmack trifft und das ist auch sehr gut so. Der Film macht vor allem in seinen lauten Konzertpassagen Spaß und vergisst dabei nicht, auch die Idee hinter der Musik brauchbar in Szene zu setzen.

Das schöne dabei ist, dass mein Sohn, der sein erstes Drahdiwaberlkonzert ca. 30 Jahre nach meinem miterlebt hat, genauso begeistert ist wie ich.

edit:
Der Titelsong aus dem Film: Weltrevolution (mp3, 1,068 KB)
57 mal gelesen

"Platz Mangel"

Ein Gesundheitsinstitut mit Seilbahnanschluss ist der Schauplatz des Stücks "Platz Mangel". Das "Theaterprojekt mit Musik" von Christoph Marthaler habe ich vorgestern Abend im MQ gesehen.

Platzmangel

Ich bin froh, dass es die Wiener Festwochen gibt und dass solche Stücke in Wien zu sehen sind

34 mal gelesen

Sonntag, 11. Mai 2008

Geschichte des Muttertags

Unabhängig vom heutigen kommerziellen Interesse hat der Muttertag Wurzeln in grauer Vorzeit. Im griechischen Altertum wurde Mitte März ein Fest mit Zeremonien für Kybele bzw. Rhea, der Mutter des großen Gottes Zeus, gefeiert. Ähnliches gab es bei den Römern (Juno), Kelten (Manu) und Germanen (Frigg, Freja). Allerorts gab es Göttinnen, mit denen sich Frauen und Mütter identifizieren konnten.

Heinrich III. von England (1216-1239) war zumindest der Namensgeber. Er rief den Mothering Day ins Leben; allerdings um Mutter Kirche zu danken. Dieser viel auf den Sonntag Lätare, der die Mitte der Fastenzeit vor Ostern markiert und an denen die Knechte und Mägde nicht arbeiten mussten, sondern ihre Eltern besuchen konnten. Es wurde bald üblich, dass die erwachsenen Kinder ihren Müttern einen Muttertagskuchen Simmel Cake (Semmelbröselkuchen) mitbrachten. Auch aus anderen Ländern wie Thüringen, der Campagne und Wallonien sind ähnliche Besuchstage überliefert.

In Amerika gründete 1858 Ann Marie Reeves Jarvis, selbst Mutter von 11 Kindern von denen nur 4 das Erwachsenenalter erreichten die 'Mothers Days Works Clubs', die an einer Beseitigung sanitärer Missstände arbeiteten - dem hauptsächlichen Grund für die hohe Kindersterblichkeit. Bereits drei Jahre später bot der Bürgerkrieg ein weiteres Arbeitsfeld - aufgrund der Lage zwischen den Fronten für beide kriegsführende Parteien. Nach Beendigung der Kämpfe versuchte Ann Marie Reeves Jarvis 1865 unter dem Namen 'Mothers Friendships Day' eine Bewegung der Mütter für den Frieden zu installieren..

1870 startete die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Julia Ward Howe (Battle Hymn Of The Republic - dem meistgesungenen Lied des Bürgerkrieges, dessen ursprünglichen Text sie entschärft hatte) eine eigene 'Mütter-Friedenstag' Initiative: Es sollten nicht länger Männer und Söhne in Kriegen geopfert werden.
Später nahm Anna Jarvis diese Idee wieder auf und feierte 1907 am 2. Sonntag im Mai - dem Todestag ihrer Mutter - einen Dank-Gottesdienst in ihrer Kirche aus Philadelphia; sie startete dann eine Werbekampagne für einen Muttertag. 1910 wurde er im Bundesstaat West-Virginia eingeführt, andere Bundesstaaten folgten. Am 8. Mai 1914 erklärte Präsident Woodrow Wilson jeden zweiten Sonntag im Mai zum nationalen Feiertag.

Nach Europa wurde der Muttertag von der Heilsarmee gebracht. Noch während des Krieges fand er 1917 in der Schweiz Eingang. Es folgten die nördlichen Länder Norwegen (1918) und Schweden (1919). In Österreich setzte Marianne Hainisch (die Mutter des Bundespräsidenten) 1927 den Muttertag via Rundfunk durch.

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Donnerstag, 8. Mai 2008

BlogTXT Theaterfestival - Internet & Theater

Von 21.-23. Mai 2008 werden im Rahmen eines Festivals die Möglichkeiten des Internet mit den Mitteln des Theaters untersucht: Dabei gelangen vierzehn kurze Theaterstücke, die von jungen AutorInnen aus Internetblogs generiert wurden, aus fünf europäischen Ländern zur Aufführung.

Interessante Texte aus Internetforen, die so genannte “Blog Scouts” aufgespürt haben, werden von AutorInnen in Ungarn, Polen, Italien, Rumänien und Österreich szenisch umgesetzt. Das Länder übergreifende und von der EU geförderte Projekt ist eine Kooperation mit Partnertheatern in Budapest, Krakau, Bukarest und Palermo und kommuniziert Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Ansprüche, Wege und Fragen der Menschen im neuen europäischen Raum.

Nähere Infos bietet die Website zum Theaterfestival:

Blogtxt
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Es geht uns gut

Schauspielhaus: Co-Produktion mit den Wiener Festwochen nach Arno Geigers Familiensaga "Es geht uns gut"

Wie in ein Museum hat Regisseur Walburg ein paar Erinnerungsstücke auf weiße Podeste in den weißneutralen Raum gestellt, ein Kissen, einen Schlitten, die Box mit den Fotos, dazwischen spielt sich das alles andere als idyllische Familienleben ab.

Richard: "Ingrid, geht es dir gut?"
Ingrid: "Ja. Es geht uns gut. Ich habe halt wahnsinnig viel zu tun, Papa. Ich muss jetzt aufhören, die Kinder sitzen in der Badewanne."
Richard: "Du musst dich mehr schonen."
Ingrid: "Ich mich? Eher man mich."

Sieben herrliche Schauspieler und ein Akkordeonspieler - viel Applaus (auch von mir) - empfehlenswert!!
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Mittwoch, 7. Mai 2008

Heute Abend

bin ich wieder im Schauspielhaus und sehe das

Ich bin schon gespannt - das Buch hat mir sehr gut gefallen.
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Dienstag, 6. Mai 2008

Weisheit

vom Bullen von Tölz - vor einigen Minuten auf ORF1:
net gschimpft is globt gnuahochdeutsch: "nicht geschimpft ist genug gelobt"
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fuckready

Heute in der Straßenbahn, ein junges Pärchen (20-22 Jahre) sitzt mir gegenüber:
er: "bist du heute fuckready?"
sie: "nein, leider heute noch nicht!"
er: "dann schlafe ich heute wieder in meiner Wohnung"
Ich war verblüfft, wie die jungen Leute miteinander offen (??) umgehen und habe mir vorgenommen, diese Frage heute zu Hause auch zu stellen.

Heute beim Abendessen, ein älteres Ehepaar (um die 50) beim Abendessen:
ich zu meiner Frau: "bist du heute fuckready?"
meine Frau zu mir: "spinnst du jetzt schon total??"
Gott sei dank hat meine Frau so reagiert, ich wüsste nicht wo ich heute schlafen sollte.
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Montag, 5. Mai 2008

"Männliche" Pubertät

Das Thema Pubertät und wie lange kann diese dauern beschäftigt mich und meine Frau zur Zeit mehr als uns lieb ist.

Folgende (gekürzte) Definition habe ich heute gefunden:
Bei den meisten Jungen setzt die Pubertät zwischen dem 12. und dem 15. Lebensjahr ein. Als abgeschlossen kann man die Pubertät bei den Burschen mit etwa 18 bis 22 Jahren bezeichnen.Ich weiss jetzt, dass unser Sohnemann bestrebt ist, die volle Zeit von 10 Jahren auszunützen. In anderen Dingen ist er jedoch nicht so konsequent.
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Samstag, 3. Mai 2008

Versprecher (4)

Bisher glaubte ich, Analphabetismus bedeutet, dass man/frau nicht lesen und schreiben kann, ....

Analphabetismus (mp3, 61 KB)

.... jetzt weiss ich, dass es auch mit dem Sprechen zu tun hat.
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Freitag, 2. Mai 2008

Tag der Arbeit

Gestern wurde in Wien der Tag der Arbeit mit diversen Demonstrationen bzw. Umzügen gefeiert.

Die SPÖ feiert schon lange nicht mehr den Tag der Arbeit und die arbeitenden Menschen, sondern nur mehr sich selbst. Nach Angaben der Wiener SPÖ waren 100.000 Menschen gekommen - komisch: bei der Ansprache vom Gusi war der Platz fast leer.

SPOE

Auch die KPÖ feiert: Soziale Fragen und Fragen der Demokratie, aber auch die Situation im Irak und in Kurdistan standen im Zentrum der diesjährigen "alternativen linken 1. Mai Demonstration". Auch hier waren die beteiligten AktivistInnen sehr schnell abzählbar.

KPOE

Und die übrige "LINKE" feiert auch - aber scheinbar nicht mehr auf der Ringstraße. So einen kleinen Demonstrationszug der diversen linken Gruppierungen wie heuer gab es noch nie.

LINKE

Die Konservativen übernehmen immer mehr das Ruder in unserem Land und scheinbar gibt es keine Alternative mehr dazu - es gibt keine Partei in Österreich, die für mich wählbar ist.

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"Der Hässliche"

Das Schauspielhaus ist zur Zeit mein Favorit in der Wiener Theaterszene. Nach schon einigen sehenswerten Produktionen (Die Strudlhofstiege, Die Kaperer, wohnen. unter glas, u. v. m.) war ich gestern in "Der Hässliche":

Der-Haessliche
Lette ist hässlich. Offenbar unsäglich hässlich, denn sein Vorgesetzter verbietet dem Ingenieur für Sicherungssysteme die Teilnahme an jenem Kongress, auf dem Lette eine bahnbrechende Erfindung präsentieren wollte. Ein ungeliebter Kollege schmückt sich an seiner statt mit Federn und Lorbeeren. Selbst Lettes Frau spricht - von ihm auf sein Gesicht angesprochen, ausweichend von Liebe. Die notwendig scheinende chirurgische Korrektur erweist sich als Meisterstück, der Schönheitschirurg vermarktet Lette als profitables Idealgesicht, seinem Chef dient er als Lockvogel für solvente Großaktionärinnen. Dieser paradiesische Zustand, der Lette ungeahnte ökonomische und erotische Möglichkeiten bietet, währt nicht lange, denn Lette sieht sich Duplikaten seiner selbst gegenüber; sein „einzigartiges“ Gesicht wurde käuflich.Wieder ein sehr gelungener, empfehlenswerter Theaterabend!!
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Donnerstag, 1. Mai 2008

Böse Sprüche (5)

Wenn du einen Blinden ins Kino mit nimmst,
achte darauf, dass es ein Stummfilm ist.

Buster Keaton
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Drahdiwaberl

Kunst ist eine Art Aufruhr

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Da trifft wohl die Bezeichnung...
Da trifft wohl die Bezeichnung "Familienkonzerte der...
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Böse Sprüche...
Wer sich an kleinen Dingen freut, kann mir die großen...
dr_adi_waberl - 13. Mai, 22:44
das war bei uns auch...
das war bei uns auch so - meine Mutter wollte auch...
dr_adi_waberl - 12. Mai, 21:22

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