"Der Hässliche"
Das Schauspielhaus ist zur Zeit mein Favorit in der Wiener Theaterszene. Nach schon einigen sehenswerten Produktionen (Die Strudlhofstiege, Die Kaperer, wohnen. unter glas, u. v. m.) war ich gestern in "Der Hässliche":

Lette ist hässlich. Offenbar unsäglich hässlich, denn sein Vorgesetzter verbietet dem Ingenieur für Sicherungssysteme die Teilnahme an jenem Kongress, auf dem Lette eine bahnbrechende Erfindung präsentieren wollte. Ein ungeliebter Kollege schmückt sich an seiner statt mit Federn und Lorbeeren. Selbst Lettes Frau spricht - von ihm auf sein Gesicht angesprochen, ausweichend von Liebe. Die notwendig scheinende chirurgische Korrektur erweist sich als Meisterstück, der Schönheitschirurg vermarktet Lette als profitables Idealgesicht, seinem Chef dient er als Lockvogel für solvente Großaktionärinnen. Dieser paradiesische Zustand, der Lette ungeahnte ökonomische und erotische Möglichkeiten bietet, währt nicht lange, denn Lette sieht sich Duplikaten seiner selbst gegenüber; sein „einzigartiges“ Gesicht wurde käuflich.Wieder ein sehr gelungener, empfehlenswerter Theaterabend!!

dr_adi_waberl - 2. Mai, 09:34
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